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Ein Blick hinter die «Musig-Stubete»-Kamera

|  27. Juli 2010
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Ein Blick hinter die «Musig-Stubete»-Kamera
 Walter Kunz (links) und Paul Stucki überprüfen die Reihenfolge der Aufnahmen. Bild: bhw

Emmentaler Schaukäserei, Affoltern i.E. Drei Aufzeichnungen der bekannten Tele- Bärn-«Musig-Stubete» wurden in der Emmentaler Schaukäserei in Affoltern realisiert. Zu hören und zu sehen waren dabei Yasmine-Mélanie, die Finalteilnehmerin am Grand Prix der Volksmusik 2010 in Wien, und weitere bekannte Gruppen. Paul Stucki moderierte gekonnt, und zahlreiche Fernseh-Profis sorgten für die perfekte Aufnahme.


 «Dass mis Hemli wyssi Rändli am Ärmel het, isch scho richtig», sagte Paul Stucki mit einem Schmunzeln auf den Lippen, aber ganz bestimmt, dem lachenden Publikum. Der Moderator begründete auch gleich, warum er bei jeder Sendeaufzeichnung ein anderes Hemd anzieht. «Sonst haben die Fernsehzuschauer die Meinung, ich trage drei Wochen lang das gleiche Hemd.» Dies war nur eine der zahlreichen Hintergrundinformationen, die das begeisterte Publikum bei der Aufzeichnung der Tele-Bärn-«Musig-Stubete»  678, 679 und 680 zu hören bekam. Die beliebte Sendung wird bereits seit September 1996 produziert und mit grossem Erfolg ausgestrahlt. 
 
«Tränen gehören zum Leben
wie ein kostbarer Quell»
Hunderte von Musizierenden und Singenden brillierten bisher in den vielen «Musig-Stubete»-Sendungen. In der Emmentaler Schaukäserei hatte die  grosse Nachwuchssängerin Yasmine-Mélanie auf der kleinen Bühne ihren Auftritt. Ihr Titel «Tränen gehören zum Leben» begeisterte die Zuhörerinnen und Zuhörer, und alle drücken der sympathischen Sängerin am kommenden 28. August die Daumen. Dann wird sie in Wien mit diesem Lied beim Grand Prix der Volksmusik die Schweiz repräsentieren und um den Sieg kämpfen. Zu hoffen ist, dass an diesem Abend etliche Freudentränen in der Schweiz über einen ersten Platz vergossen werden. Yasmine-Mélanie sang vor dem «Stubete»-Publikum voller Überzeugung «Tränen gehören zum Leben wie ein kostbarer Quell». Bei der Tele-Bärn-Aufzeichnung waren als weitere Formationen, das Schwyzerörgeliquartett Schonegg, die Familienkappelle Krummenacher, das Jodelduett Geschwister Krummenacher und das Jodlerquartett Sichleblick mit grandiosen Darbietungen zu hören. Musik  der besten Art präsentierten auch die Kapelle Enzian aus Gümligen und Willy Tell. Wunderbare Töne schwebten durch das Restaurant der Emmentaler Schaukäserei. Jedes Stück wurde sogar zweimal gespielt, einmal zur Probe und einmal bei der Aufnahme.  
 
Wenn das rote Lämpchen leuchtet, wird es ernst
Informationen zur Aufnahme gab dem Publikum Produktionsleiter Walter Kunz. So erklärte er, wann geklatscht werden soll und wann der Sitzplatz nicht verlassen werden dürfe. Sascha Haussener, David Haneke und Chris-tian Knorr hatten die drei aufgestellten Kameras fest im Griff. Wenn jeweils das rote Lämpchen leuchtete, wussten auch die Interpreten, dass es nun ernst galt und in welche Kamera sie zu schauen hatten. Kaum zählen liess sich aber, wie manchmal Jean-Marc Oberli die Stühle für die Interpreten auf die kleine Bühne stellte. Ebenso oft entfernte er sie auch wieder von dort. 
 
Gekonnte Moderation
Professionell und sehr gekonnt machte Paul Stucki die Moderation der jeweiligen Sendung im passenden Hemd. Auch bei der dritten Aufzeichnung wusste er die Anwesenden nach fast dreistündigem Ausharren in seinen Bann zu ziehen und zu motivieren. So war der geforderte 30 Sekunden Applaus am Schluss kein Problem. Zwischen lockeren Sprüchen wurde von den Fernsehprofis effizient und konzentriert gearbeitet. Alle Beteilig-ten wussten genau, welchen grossen Aufwand es braucht, um 22 Minuten Sendezeit für eine «Musig-Stubete» aufzuzeichnen. Ganz alle Sequenzen wurden aber nicht gemacht. In den drei Musig-Stubete aus der Emmentaler Schaukäserei Affoltern wird dem Jubiläum «100 Jahre Eidg. Jodlerverband» ein Fachtalk in der Sendung eingeräumt. Drei Interviews dazu realisierte Sascha Haussener bereits früher. Dass Publikum und Fernseh-Team so gut und effizient die drei Sendungen realisieren konnten, lag wohl auch am grossen Grill- und Salatbuffet, welches die Küchenbrigade der Emmentaler Schaukäserei bereitstellte. Schon vor den Aufzeichnungen und während den Pausen konnte da der Hunger gestillt werden, und die leckeren Speisen waren eine wahre Augenweide. Die erste aufgezeichnete Sendung wurde bereits gestern Montag, 26. Juli, ausgestrahlt, die beiden andern folgen auch montags und zwar am 2. und 9. August auf Tele-Bärn ab 19.30 Uhr. 
Barbara Heiniger


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