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Das Autogewerbe sucht den Superstar 2010

|  02. September 2010
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Das Autogewerbe sucht den Superstar 2010
 Marcel Steffen an der Arbeit – Freizeit gab es für den jungen Automechaniker in der letzten Zeit eher selten. Bild: emh

Beste Automechaniker der Schweiz. Zwar langte es dem Rüegsbacher Marcel Steffen nicht ganz für die Qualifikation zum besten Automechaniker der Schweiz. Trotzdem ist der junge Berufsmann zufrieden mit dem Ergebnis, konnte er doch positive Erfahrungen sammeln und sich mit Berufskollegen aus der ganzen Schweiz austauschen.


 Wer ist der beste Automechaniker im ganzen Land. Um diese Frage zu beantworten, massen sich am vergangenen Samstag in Muttenz 29 junge Leute mit Fähigkeitsausweis als Automechaniker an einem Casting. Organisiert wird dieses vom Autogewerbeverband der Schweiz (AGVS), und eine Jury aus Fachexperten beurteilt die Leistung der Teilnehmenden. Zwölf der Casting-Teilnehmer qualifizieren sich für die Schweizer Meisterschaften, an denen dann die zwei Teilnehmer für den Europacup und die Berufs-Weltmeisterschaft erkoren werden. Wie man sieht, die Messlatte ist hoch, um schliesslich an der Berufsweltmeisterschaft teilzunehmen. Einer, der es versuchte, ist der 20-jährige Lastwagenmechaniker Marcel Steffen aus Rüegsbach, der als einziger Emmentaler an dieser Ausscheidung teilnahm. Wir unterhielten uns mit dem jungen Berufsmann vor seiner Abreise nach Basel. «Vom Betrieb, in dem ich arbeite, der Scania-Garage in Schönbühl, wurde ich ermuntert, an diesem Casting mitzumachen», erzählt Marcel Steffen. Lange brauchte er nicht zu überlegen, denn bereits vor zwei Jahren – damals noch als Lehrling – hatte er daran teilgenommen, ohne allerdings zu den letzten Zwölf zu gehören. «Die Mehrzahl der Teilnehmenden sind PW-Automechaniker, und da hat man es als Lastwagenmechaniker eher schwer zu reüssieren», meinte er zur damaligen Teilnahme. Für ihn ist an einem solchen Leistungsmessen wichtig, dass man stets neue Erfahrungen sammeln kann, die einem auch im Berufsalltag nützlich sind. 
Seine Chancen für ein Weiterkommen stuft er deshalb nicht so hoch ein. «Teilnehmen ist wichtiger als siegen», meint Marcel Steffen denn auch ganz im Sinn von Pierre Baron de Coubertin, dem Wiederbegründer der Olympischen Spiele. Nun, an der Ausscheidung in Muttenz langte es Marcel Steffen trotz ansprechender Leistung nicht ganz, um zu den letzten Zwölf zu gehören. Zwar lief es ihm an den verschiedenen Posten nicht schlecht, doch beim Zusammensetzen eines Getriebes musste er einen Teil zu lange suchen und verlor dadurch wertvolle Punkte. Sein Fazit über diesen Anlass: «Ich habe einmal etwas anderes gesehen, und der Austausch mit Berufskollegen aus der ganzen Schweiz war sehr wertvoll und hat mir für den Berufsalltag erneut viel gebracht.» So gesehen habe er es nicht bereut, an diesem Anlass teilgenommen zu haben. Marcel Steffen absolvierte eine vierjährige Lehre in der Scania-Garage in Schönbühl, in der er nach der Lehrabschlussprüfung vor einem Jahr weiter als Lastwagenmechaniker arbeitet. Aber auch sein Onkel, der Transportunternehmer Benz Steffen, ist ab und zu froh, wenn er bei Notfällen an seinen Fahrzeugen auf das Können seines Neffen Marcel zurückgreifen kann. 
Freizeit war für den jungen Berufsmann in der letzten Zeit allerdings eher ein Fremdwort, weilte er doch längere Zeit im Militärdienst. Natürlich als Motorfahrer, wo er es bis zum Wachtmeister aufstieg. Als Hobby nennt er das Radfahren und die Musik, zudem ist er auch Fan der SCL Tigers.
Ernst Marti


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