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Attraktive Aussichten in der Region
| 24. Januar 2012
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Im Gondiswiler Harzacker sind die Bagger aufgefahren. In diesem Gebiet lässt die Gemeinde bis Ostern 7500 m² neues Bauland in bester Aussichtslage erschliessen. Am Werk sind die Arbeiter des Bauunternehmens Gränicher aus Huttwil. Bild: ljw
Bauen und Wohnen in Landgemeinden. Am Harzacher in Gondiswil erschliessen seit Mitte Januar Bauarbeiter 7500 m² neues Bauland. Land an ausgezeichneter Baulage, freut sich Gemeindeschreiber Markus Fuhrimann. Sechs Bauinteressenten seien bekannt, ebenso jemand, der sogar sofort bauen möchte. Ob die neuen Bauplätze hier auch so schnell verkauft werden wie jüngst im Mühleweg in Walterswil? Und was ist mit Ursenbach oder Rohrbachgraben, wo ohne eigenes Auto auch nur der Bürgerbus Anschluss an den öffentlichen Verkehr bietet?
Noch sind die neuen Bauparzellen in Gondiswil nicht definiert und auch nicht verkauft. Zuerst will die Gemeinde den Harzacher erschliessen und dann fixfertige Bauplätze anbieten. Die Baufirma Gränicher aus Huttwil hat Anfang Woche die Erschliessung mit Strasse, Wasser, Abwasser und Leitungen begonnen.
Potenzial in Rohrbachgraben
Bau um Bau in Ursenbach
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Noch sind die neuen Bauparzellen in Gondiswil nicht definiert und auch nicht verkauft. Zuerst will die Gemeinde den Harzacher erschliessen und dann fixfertige Bauplätze anbieten. Die Baufirma Gränicher aus Huttwil hat Anfang Woche die Erschliessung mit Strasse, Wasser, Abwasser und Leitungen begonnen.
Falls keine unerwarteten Vorkommnisse auftreten, so rechnet der Projektleiter bis im April mit der Fertigstellung der Bauplätze. Das Familienunternehmen Gränicher hat den Zuschlag für den Auftrag nach einer öffentlich-rechtlichen Ausschreibung erhalten.
An Toplage
Gut möglich, dass dann der Verkauf der Parzellen auch so zügig vorangeht wie vor kurzem im Mühleweg in Walterswil. Dort waren die acht neuen Bauplätze im Nu vergeben. «Die Hand-änderung konnte praktisch an einem einzigen Tag mit den neuen Besitzern notariell verschrieben werden», so Fritz Krähenbühl, Gemeindeschreiber in Walterswil.
Inzwischen stehen sechs der geplanten acht Häuser. Krähenbühl erstaunt das grosse Bauinteresse nicht: «Unsere Bauzone im Mühleweg liegt an einer Toplage. Die hat uns der Ortsplaner empfohlen. Denn nur eine eingezonte Toplage ist für potenzielle Hausbesitzer interessant. Zum Glück konn-
ten wir das Land von einem Bauern erwerben.»
ten wir das Land von einem Bauern erwerben.»
Junge Einheimische
Die grossartige Fernsicht vom Mühleweg Richtung Berner Alpen und in den Jura hat den Kauf der Parzellen zum Preis von 145 Franken, bzw. 185 Franken pro Quadratmeter klar beschleunigt. Gemeindeschreiber Krähenbühl zum «Unter-Emmentaler»: «Zudem sind die meisten neuen Hausbesitzer hier in unserer Gegend aufgewachsen. Sie kommen aus Walterswil und umliegenden Gemeinden. Sie haben einen Bezug zu uns. Sie wissen auch, dass sie mindestens ein Auto brauchen, wenn sie hier wohnen. Wir bieten mit dem Bürgerbus nur ein Minimum an öffentlichem Verkehr. Der Bürgerbus fährt fünfmal täglich zum Bahnhof nach Kleindietwil, der an der BLS-Bahnlinie Huttwil–Langenthal liegt. Als Alternative wird der Bahnhof Wynigen, wo die Schnellzüge im Stundentakt anhalten, geschätzt. Mit dem Auto ist dieser in zehn Minuten erreichbar.»
Die Lage sei schon sehr speziell, gibt Krähenbühl zu: «Fast noch schöner als an der gegenüberliegenden Bärenmatte. Obwohl der Wind hier manchmal ganz tüchtig ‹chutet›.»
Über dem Nebel
Auch auf dem Harzacher in Gondiswil sieht man in die Alpen und teilweise sogar bis in den Jura. Besonders attraktiv sei die Lage aber, weil sich der Nebel normalerweise nur bis zum Melchnauer Wald hinaufschleiche. «Darüber hinaus ist er kaum je anzutreffen», weiss Markus Fuhrimann dank Alltagserfahrung.
Der Gemeindeschreiber freut sich über viel Sonne in seinem Bauerndorf. Damit aber nicht genug. Gondiswil bietet Arbeitsplätze in Gewerbe und Industrie. Der Bürgerbus fahre tagsüber stündlich nach Huttwil und retour. In Gondiswil gibt es eine Schule, einen Dorfladen und eine grosse Käserei.
In der neuen Bauzone könnten übrigens Einfamilienhäuser oder auch Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Der Quadratmeterpreis liegt je nach Bauparzelle zwischen 160 Franken und 190 Franken.
Potenzial in Rohrbachgraben
Was aber haben Oberaargauer Gemeinden ohne Prachtsblick in die Berner Alpen zu bieten? Zum Beispiel in Rohrbachgraben. Hier stehen aktuell noch sechs bis sieben Bauparzellen offen. Erschlossen zu 100 Franken der Quadratmeter. Rohrbachgraben hat das Gebiet vor gut zehn Jahren als Bauland eingezont und erschlossen.
Gemeindeschreiber Christian Iseli winkt zum Vergleich mit Mühleweg in Walterswil gleich lachend ab: «Eine Toplage, wo sie die Bergriesen gleich vor der Nase haben, können wir in Rohrbachgraben beim besten Willen nicht bieten. Aber obwohl das Baugebiet nicht an einem Südhang mit Bergsicht liegt, können die Bewohner dieses Quartiers bei entsprechender Witterung den ganzen Tag die Sonne geniessen. Die Umgebung ist ländlich und die Sicht auf die Wald- und Hügelzüge reizvoll und beruhigend. Zudem bietet unsere Gemeinde für Wanderer und Biker ein Naherholungsgebiet direkt vor der Haustüre. Das Baugebiet ‹Wald› liegt in unmittelbarer Nähe des Schulhauses und des Sportplatzes. Im Sommer steht der Bevölkerung zudem ein Lehrschwimmbecken zur Verfügung – ein idealer Standort also für Familien mit Kindern.» Der Bürgerbus fahre ein paar Mal täglich nach Kleindietwil. Mit dem Auto sind die Zentren Huttwil und Langenthal in wenigen Minuten erreichbar.
Rohrbachgraben hat sich 2010 mit der Gesamtrevision der Ortsplanung zusätzliches Baupotenzial erschlossen. Auf schon bestehenden Parzellen wurden Wohn- und Gewerbezonen eingerichtet. «So kann hier künftig sinnvoll umgebaut und erweitert werden», sagt Christian Iseli. Das sei für die Gemeinde und die Grundeigentümer in der Zone eine klare Verbesserung. Über ein nächstes Reservoir an Baufläche verfüge das Dorf aber nicht mehr. Das Potenzial sei damit ausgeschöpft.
Bau um Bau in Ursenbach
Ursenbachs Gemeindeschreiber Manfred Lehmann ist mit den aktuellen Bauaktivitäten in seiner Gemeinde zufrieden. Es gebe immer wieder neue Bauprojekte. Der Quadratmeterpreis für das Bauland liege zwischen 140 und 180 Franken.
In Ursenbach sei es aber nicht so, dass gleich auf einmal ganze Landstriche überbaut werden können: «Dass die neuen Parzellen am Walterswiler Mühleweg so schnell verkauft wurden, halte ich für ein positives Ereignis, und es mag auch an der schönen Aussicht liegen. Aber auch Walterswil liegt wie wir abseits vom grossen Treiben, und solche Überbauungen sind nicht alljährlich. In Ursenbach ist noch sehr schön gelegenes Bauland vorhanden. Und wir haben wie Walterswil, Oeschenbach, Gondiswil und Rohrbachgraben einen Bürgerbus, der die Leute von hier mit dem ÖV zum ÖV auf der Schiene bringt.» Ruth Hugi
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