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Unbekannten Oberaargau entdeckt

|  17. Juli 2012
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Unbekannten Oberaargau entdeckt
Erinnerungsbild für das Wanderalbum: Die munteren Oberaargau-Entdecker auf dem «Huttu-Bärg». Bild: Markus Steineman

«Querfeldeins» mit DRS 1. Die Begeisterung bei den Wanderern kannte keine Grenzen. Auf dem Huttwilberg, beim Soldatendenkmal, wurde der Oberaargau mit Lobeshymnen eingedeckt. Ausgesprochen von den Teilnehmern der «Querfeldeins»-Wanderwoche von Radio DRS 1, die durch den Oberaargau führte. Aber auch die Radioleute zeigten sich begeistert. «Es war einfach grandios, das Projekt ein voller Erfolg», lautete das Fazit von Yvonne Hafner, Produzentin beim Schweizer Fernsehen und Radio (SFR).


Sieben Tage war die «Querfeldeins»-Crew von Radio DRS mit Moderator Reto Scherrer von Burgdorf nach Willisau unterwegs. Jeden Tag haben jeweils 20 DRS 1-Hörer das Team begleitet und den Oberaargau mit seinen zahlreichen Geschichten entdeckt. Am Freitagmittag empfing der Langenthaler Pfarrer Simon Kuert die Wandertruppe auf der Hohwacht ob Reisiswil. Er erzählte den Wanderern die Geschichte des Hohwachtturmes und berichtete, dass im Jahre 1912 hier oben der erste Oberaargauische Musiktag durchgeführt wurde. Auf seinem Jagdhorn spielte er anschliessend hoch oben auf dem Hohwachtturm das Oberaargauer Lied. Die Begleiter wussten die informativen Wander-Pausen sehr zu schätzen, wie Doris Wetzstein aus dem aargauischen Freiamt bestätigt: «Ich bin absolut begeistert», sagte die 44-jährige Bäuerin aus Buttwil. «Ich habe die Informationen sehr geschätzt, denn diese Gegend ist mir total unbekannt.» Doris Wetzstein konnte fast nicht mehr aufhören mit Schwärmen für den Oberaargau. 
 
Ein Stück Schweiz kennengelernt
Ähnlich erging es auch Agnes Kälin aus dem luzernischen Neuenkirch. Obwohl nur gut 35 Autominuten von Langenthal entfernt, war auch sie erstmals in dieser Gegend unterwegs. «Von uns aus geht man einfach nicht in diese Gegend, weiss der Kuckuck warum eigentlich nicht», sagte sie auf eine entsprechende Frage und fügte dann sofort hinzu: «Das war eine wunderschöne Wanderung, ich werde mit meinen Grosskindern bestimmt in diese Gegend zurückkehren», betonte die 58-jährige Damenschneiderin und dreifache Mutter. Die zweitletzte Etappe endete beim Soldatendenkmal auf dem Huttwilberg. Gelegenheit, bei einer tollen Rundsicht auf die Berner Alpen und einem fantastischen Blick auf Huttwil, ein erstes Fazit der «Querfeldeins»-Woche zu ziehen. «Es war ein ganz tolles Projekt, das mich persönlich sehr gefreut hat», sagte Robert Ruckstuhl, Programmleiter bei Radio SRF.  «Ich habe in dieser Woche ein neues Stück Schweiz kennengelernt. Dabei sind mir viele spannende Geschichten begegnet», erwähnte der 49-jährige St. Galler aus Rapperswil.
 
«Es war einfach Wahnsinn»
Der Programmleiter hielt weiter fest, dass man im Verlaufe der Woche sehr viele Hörerreaktionen erhalten habe. Die Hörer hätten sich darüber gefreut, einmal etwas aus einer Gegend zu hören, die man nicht oder kaum kannte. «Der Zugriff auf unsere Internetseite war in dieser Woche deutlich höher als sonst, was zeigt, dass sich unsere Hörer sehr für die Gegend interessiert haben und auch optisch sehen wollten, was diese Region zu bieten hat.» Einen zufriedenen Eindruck machte auf dem Huttwilberg auch SRF-Produzentin Yvonne Hafner. «Super, grandios», waren ihre ersten Worte auf die Frage, wie sie diese Woche beschreiben würde. «Es war ein grosses Experiment.  Auch der Radio-Crew sprach sie ein Lob aus: „Alle waren stets mit einer extrem hohen Motivation dabei. Aber auch die Wanderer waren immer gut drauf – es war einfach Wahnsinn.»  Erfreut und zugleich erstaunt war sie auch über die Resonanz der Hörer. So hätten sie viele Leute unterwegs empfangen, ihnen Getränke, Gebäck und Kleinigkeiten vorbeigebracht. «Man hat uns am Radio begleitet, auf uns gewartet und uns immer wieder herzlich empfangen.» Viele Leute hätten sie in dieser Woche ermuntert, das Experiment zu wiederholen. Darüber haben sich Yvonne Hafner und ihre Crew aber noch keine Gedanken gemacht, vorerst wollen sie sich erholen von den Wanderungen und den vielen neuen Eindrücken.
Walter Ryser


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