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VeVerein der Kaufleute und Fabrikanten feiert den 150. Geburtstag
| 24. August 2010
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Seit drei Jahren liegt das Geschick des HIV Burgdorf-Emmental in den Händen von Roland Loosli. Bild: eag
Handels- und Industrieverein (HIV) Burgdorf-Emmental. Vom Hohgant bis Zielebach prägen alteingesessene, international tätige und familiengeführte Unternehmen das Emmental – meist Mitglieder des HIV Burgdorf-Emmental. Heuer wird der Verein 150-jährig. Der Präsident, Roland Loosli, im Gespräch mit dem «Unter-Emmentaler».
«Der HIV Burgdorf-Emmental hat nichts mit grossen Dienstleistungsbetrieben gemein, sondern mit innovativen und mutigen Familienunternehmen», hält Roland Loosli, der Sumiswalder Albiro-Unternehmenschef, fest. Er präsidiert seit drei Jahren den jubilierenden Verein. «Wir nehmen unsere soziale Verantwortung wahr und ringen täglich zugunsten der Region für gute wirtschaftliche Bedingungen.» Einheimische Mitarbeitende prägen zudem manches der typischen Emmentaler Unternehmen. Den Grundstein legten ab der Wende zum 19. Jahrhundert junge, weltoffene Fabrikanten und Handelsherren (siehe Seite 5). Der HIV Burgdorf-Emmental ist mit seinen gut 500 Mitgliedern die zweitgrösste von acht Sektionen des kantonalen Handels- und Industrievereins. Schon seit vielen Jahren reicht das Vereinsgebiet praktisch vom Hohgant (Grenze zum Berner Oberland) bis Zielebach (Grenze zum Solothurnischen) – seit der Bezirksreform 2010 identisch mit dem neuen Verwaltungskreis Emmental. «Man kann also sagen, dass der HIV der Zeit um einiges voraus war», sagt Roland Loosli.
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«Der HIV Burgdorf-Emmental hat nichts mit grossen Dienstleistungsbetrieben gemein, sondern mit innovativen und mutigen Familienunternehmen», hält Roland Loosli, der Sumiswalder Albiro-Unternehmenschef, fest. Er präsidiert seit drei Jahren den jubilierenden Verein. «Wir nehmen unsere soziale Verantwortung wahr und ringen täglich zugunsten der Region für gute wirtschaftliche Bedingungen.» Einheimische Mitarbeitende prägen zudem manches der typischen Emmentaler Unternehmen. Den Grundstein legten ab der Wende zum 19. Jahrhundert junge, weltoffene Fabrikanten und Handelsherren (siehe Seite 5). Der HIV Burgdorf-Emmental ist mit seinen gut 500 Mitgliedern die zweitgrösste von acht Sektionen des kantonalen Handels- und Industrievereins. Schon seit vielen Jahren reicht das Vereinsgebiet praktisch vom Hohgant (Grenze zum Berner Oberland) bis Zielebach (Grenze zum Solothurnischen) – seit der Bezirksreform 2010 identisch mit dem neuen Verwaltungskreis Emmental. «Man kann also sagen, dass der HIV der Zeit um einiges voraus war», sagt Roland Loosli.
Ziel und Auftrag sind geblieben
Der HIV wurde vor 150 Jahren gegründet mit dem Ziel der Förderung und Vertretung der Interessen von Handel und Industrie. Auch heute ist die Aufgabe dieselbe geblieben, was für die Sektion Burgdorf-Emmental aktuell bedeutet: «Wir wollen uns weiterhin mit aller Kraft für die Zufahrt Emmental einsetzen», betont Roland Loosli. Die diesbezüglich ausdauernde Arbeit der letzten Jahre müsse mit allen Mitteln weitergeführt werden. «Wir brauchen eine neue, den heutigen Bedürfnissen angepasste Lösung für den Verkehr.» Auch will der Verein für den Standorterhalt der Fachhochschule Burgdorf kämpfen, respektive das Projekt Campus Burgdorf voll und ganz unterstützen. «Es ist unser ureigenes Interesse, dass wir auch künftig gut ausgebildete Berufsleute aus und in der Region haben.»
Mühe mit der Politik
Wie bereits vor 150 Jahren die Gründungsmitglieder bekundeten, mit der damaligen Regierung Mühe zu haben, ist auch der jetzige Präsident mit der heutigen Politik des Kantons nicht «nur» zufrieden. «Handlungsbedarf ist bei der seit Jahren betriebenen Steuerpolitik vorhanden. Und die unbedachte finanzielle Ausgabefreudigkeit sowie die Verordnungs- und Reglementswütigkeit sind auch nicht verbessert worden», sagt Roland Loosli gegenüber dem «UE». «Auch finde ich bedenklich, dass sich die leider linke Kantonsregierung mit dem Resultat der kürzlich veröffentlichten CS-Studie sehr zufrieden zeigt.» In dieser rangiert Bern im letzten Drittel aller Kantone.
Die Kraft der Wirtschaft
Die gemeinsamen Anlässe sind für die HIV-Mitglieder wichtig. Dort besprechen sie bildungs -, finanz-, steuer- und verkehrspolitische Themen, pflegen aber auch das Gesellige und knüpfen wertvolle persönliche Kontakte, so wie bei Firmenführungen, dem Business-Frühstück oder dem stets gut besuchten Arbeitgeberlunch, wo jeweils Referate zu aktuellen Themen gehalten werden. Zudem wollen sie im Jubiläumsjahr mit sogenannten Berner Wirtschaftstagen auf sich aufmerksam machen. Am 17. und 18. September öffnen Unternehmerinnen und Unternehmer im ganzen Kanton für die Bevölkerung die Tore zu ihren Betrieben und wollen damit die Kraft der Wirtschaft demonstrieren.
Für ihn sei es eine grosse Ehre, den HIV Burgdorf-Emmental präsidieren zu dürfen, betont Roland Loosli. «Ein Verein, der über Generationen mit grosser Weit- und Umsicht von weitsichtigen und kreativen Fabrikanten geführt wurde und wird, die mit grossem, persönlichem Engagement das Emmental fortwährend neu erfinden.» Und in der Tat überstand der Verein selbst alle sechs weltweiten Wirtschaftskrisen.
Würdige, bodenständige Feier
Die Jubiläumsfeier zum 150. Geburtstag findet am nächsten Freitag, 27. August, bei einem Vereinsmitglied statt, in der Werkhalle der Fr. Blaser AG in Hasle-Rüegsau. Roland Loosli: «Wir verzichten auf ein pompöses Fest, wollen aber in einem würdigen und typisch emmentalisch bodenständigen Rahmen feiern.»
Elsbeth Anliker
Elsbeth Anliker
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