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Vielseitiger Erlebnistag aus einem Guss
| 11. September 2010
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Rohrbach. Anlässlich der Tage der offenen Türen von «Rohrbach spontan» hat sich Jörg Hiltbrunner von der Zinngiesserei in Rohrbach etwas Besonderes einfallen lassen: Auf die Betriebsbesichtigungsanfrage einer Zürcher Firma stellte er dieser gleich ein ganzes, abwechslungsreiches «Event»-Paket zusammen und konnte die Teilnehmenden damit begeistern.
Nach dem «Fassen» eines Elektrovelos in Huttwil pedalte die fröhliche, aufgestellte 15-köpfige Truppe Richtung Huttwilberg, Auswil und Rohrbach. Erstes Etappenziel des Tages war die Besichtigung der Zinngiesserei in der Hohmatt. Jörg Hiltbrunner zeigte den Gästen das Entstehen eines Zinnbechers. Von A, wie Aufwärmen der Legierung, bis hin zum fertigen Endstück, also bis Z wie Zinnbecher, verfolgten die Männer und Frauen aufmerksam jeden Handgriff und bombardierten den Kunsthandwerker mit vielen Fragen, welche er fachkundig beantwortete.
Das heisse Zinn brodelt im Topf
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Nach dem «Fassen» eines Elektrovelos in Huttwil pedalte die fröhliche, aufgestellte 15-köpfige Truppe Richtung Huttwilberg, Auswil und Rohrbach. Erstes Etappenziel des Tages war die Besichtigung der Zinngiesserei in der Hohmatt. Jörg Hiltbrunner zeigte den Gästen das Entstehen eines Zinnbechers. Von A, wie Aufwärmen der Legierung, bis hin zum fertigen Endstück, also bis Z wie Zinnbecher, verfolgten die Männer und Frauen aufmerksam jeden Handgriff und bombardierten den Kunsthandwerker mit vielen Fragen, welche er fachkundig beantwortete.
Mittagsrast in der Burgerwaldhütte
Nach der Besichtigung des Ausstellungsraumes mit seiner beeindruckenden Vielfalt an Zinnwaren bestieg die Gruppe wieder das Velo, um zur Burgerwaldhütte Rohrbach zu fahren. Herrlich duftende Würste brutzelten schon auf dem Grill und warteten darauf, verzehrt zu werden. Die hungrigen Mäuler liessen sich dazu nicht zweimal bitten.
Das heisse Zinn brodelt im Topf
Kurz danach folgte ein weiterer Höhepunkt des Tages. Die Teilnehmenden durften sich nun selber als Zinngiesser versuchen. Also suchten sie ein geeignetes Stück Holz, einen speziellen Stein, einen Tannenzapfen. Schon brodelte das heisse Zinn, welcher der Kunsthandwerker in einem Topf auf die restliche Glut gestellt hatte. Ausgerüstet mit Schutzbrillen, Kittel und Helm übten sich die Laborantinnen und Laboranten als Künstler. Die Resultate erstaunten positiv. Der Weg zurück nach Huttwil führte Richtung Dürrenroth über den Chabisberg. Auf halber Wegstrecke zeigte Jörg Hiltbrunner – auch ausgebildeter Ranger – den Leuten einen bewohnten Dachs - und einen Fuchsbau, nannte die Sträucher und Bäume beim Namen und beantwortete tausend Fragen die Natur betreffend. Der Ausblick in die Berner Alpen an diesem sonnigen Tag auf der Chabisberghöhe war atemberaubend und liess verstummen. Den Rucksack gefüllt mit einem selbst gegossenen Zinn-Kunstwerk, mit vielen positiven Eindrücken und viel Zufriedenheit verabschiedeten sich die Event-Teilnehmer müde, aber sehr zufrieden, vom Oberaargau. Der Kunsthandwerkbetrieb Hiltbrunner am Hohmattweg in Rohrbach bietet als einziger der vier noch bestehenden Zinngiessereien in der Schweiz Betriebsführungen sowie ganze Tagesevents an.
Verena Nyfeler
Verena Nyfeler
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